Diskussion4

Vortrag mit Diskussion

Tübingen
Dienstag, 04.07.17, 19:30 Uhr
Clubhaus Wilhelmstr.
(gegenüber Neuer Aula)
linker Eingang, erster Stock
Stuttgart
Donnerstag, 06.07.17, 19:30 Uhr
Altes Feuerwehrhaus Süd
1. OG, Seiteneingang Möhringer Str. 56
U1, U14, Bus 42 Erwin-Schoettle-Platz
Karlsruhe
Dienstag, 11.07.17, 19:30 Uhr
Stadtteilladen Barrio137
Luisenstr. 31
KA-Südstadt, Haltestelle Werderstraße, 5 Min. Fußweg

Trumps „America first“ gegen den Rest der Welt:

Klarstellungen über die Ekelhaftigkeiten unserer globalen Wirtschaft

Für hiesige Bürger ist die Sache klar: Donald Trump ist ein eitler, ungehobelter Ignorant und auch in wirtschaftlichen Angelegenheiten eine komplette Fehlbesetzung für das Präsidentenamt der mächtigsten Nation der Welt. Und er gilt als ernste Gefahr für all jene internationalen Vereinbarungen und Organisationen, welche „den Westen“ ausmachen.

Führer aus Politik und Wirtschaft sowie die einfühlenden nationalen Kommentatoren legen da Wert auf differenziertere Urteile und empfehlen und praktizieren folgende Sichtweisen auf Trumps „America first“:

Erstens widerspreche es ja jeder Vernunft, unseren – nach allen Regeln freien, globalen Wirtschaftens doch wohl eindeutig besseren – Kapitalisten mit Strafzöllen ihr Geschäft und damit ihren rechtmäßig erworbenen Gewinn zu versauen.

Zweitens dürfe es ja wohl nicht sein, dass sich die USA mit der Kündigung von TTIP aus lauter nationalem Eigennutz gegen diese Vollendung der „Globalisierung“ und den damit erhofften „Wachstumsschub für die Weltwirtschaft“ stellen – und damit auch der prominenten Mitwirkung Deutschlands an diesem „Jahrtausendprojekt“ einen deutlichen Dämpfer verpassen.

Drittens sei es ja wohl nicht zu fassen, dass Trump die EU als gegen die USA gerichtetes Konkurrenzprojekt auffasst, wo die EU doch bekanntermaßen nichts anderes sei als ein Beitrag zur gemeinsamen Gestaltung und Betreuung der ökonomischen und politischen Weltordnung.

Wer nicht auf diese Weise vernünftig, global und europäisch vor- und verurteilen will, sondern die Lust verspürt, Trumps Politik zu beurteilen, für den stellen wir Argumente zur Diskussion, die darüber aufklären, 

  • inwiefern Trumps auffallend unökonomische Wirtschaftspolitik die konsequente Umsetzung seiner Krisendiagnose und -programmatik ist;
  • inwiefern Trumps freche Verweise auf die unwiderstehliche Macht der USA zur Korrektur unliebsamer Konkurrenzverhältnisse weniger auf Trumps Ignoranz in Sachen Weltwirtschaft hinweisen als auf eine Wahrheit über das globale Geschäftsleben: Dieses gibt es nur, weil die führenden Staaten mit ihrer Gewalt eine Weltwirtschaftsordnung hergestellt haben, in der sie sich für die gegenseitige Benutzung und die Benutzung des Rests der Welt auf Regeln einigen – oder eben nicht.
  • inwiefern Trumps deutlich feindseliges „America first“ – das alle, die es angeht, genau so begreifen – ein deutlicher Indikator dafür ist, wie bis zur Unversöhnlichkeit gegensätzlich und mittlerweile ausschließend die Konkurrenz der Nationen ist.